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"Resi & Franz": regionaler Wettbewerber der Eisindustrie

Viele Eisdielenbetreiber sind immer noch der Meinung, die schlimmste Konkurrenz der eigenen Eisdiele sei „die andere Eisdiele nebenan“.

Will man also seinen Umsatz steigern, muss man dafür sorgen, dass der Kunde sein Eis eben nicht „bei der Konkurrenz“, sondern im eigenen Geschäft kauft. Alle möglichen Wege werden probiert, um sich vom „Wettbewerb abzuheben“: größere und/ oder günstigere Kugeln. Mehr und immer exotischere Eissorten. Größere und schönere Eisbecher. Veganes, laktosefreies oder gar zuckerfreies Eis. Und natürlich bessere Qualität als der Wettbewerb. Denn schließlich ist das der einzige Weg, den Umsatz zu steigern. Richtig?!?

Hier steckt - unserer Meinung nach - ein wichtiger Denkfehler.

Warum? Nicht die „andere Eisdiele“ ist die wichtigste Konkurrenz, der es Umsatz und Kunden abzujagen gilt - die Eisindustrie ist der größte und wichtigste Konkurrent für die regionalen Eismacher!

Was den wenigsten Eismachern bewusst ist: gut 80 % des Eisumsatzes in Deutschland werden mit industriell produziertem Speiseeis getätigt. Der Umsatz mit Industrieeis beträgt in Deutschland regelmäßig über 2 Milliarden Euro - das sind über 500 Millionen Liter! Und der größte Teil - rund 85 % - davon wird wiederum mit Haushalts- und Multipackungen (also Packungen, die z.B. sechs Stück Eis-am-Stiel enthalten) erzielt - also Eis, das mit nach Hause genommen wird.

Industrieeis
Der Hauptwettbewerber der Eisdiele ist die Industrie - nicht die andere Eisdiele nebenan

Nochmal: Wir reden im Schnitt über 6,4 Liter Industrie-Eis (entspricht, je nach Größe, rund 100 Eiskugel) pro Einwohner - das sind alleine in einer 50.000-Einwohner-Stadt 320.000 Liter Industrieeis (oder 5 Mio. Kugeln!) pro Jahr.

Wir sagen es nochmals: Der Hauptwettbewerb der Eisdiele ist die Industrie! Und hier liegt auch der Schlüssel zur Umsatzsteigerung: Jagt der Industrie die Kunden ab - nicht der Eisdiele nebenan!

Handwerkliches Speiseeis zu den Kunden nach Hause bringen

Die Lösung ist eigentlich offensichtlich: Wir müssen dafür sorgen, dass zu Hause, in den Tiefkühltruhen der Kunden, kein Industrie-, sondern EUER handwerklich hergestelletes Eis liegt.

Handwerklich produziertes Eis, und kein Industrieprodukt. Hergestellt aus hochwertigen Zutaten (keinen industriellen Chemieprodukten), mit einem Luftaufschlag von rund 40% (gegenüber ca. 100% bei der Industrie), regional (nicht irgendwo im Ausland) und frisch (nicht bis zu 12 Monate im Voraus) produziert.

Mit einer entsprechend ausgelegten Produktion (leistungsstarke und ausreichend große Eismaschinen und Pasteurisierer, professionelle Abfüllanlage) könnt Ihr problemlos in gewohnter, handwerklicher Qualität und gleichzeitig in ausreichender Menge und Geschwindigkeit Becher und Schalen in entsprechender Menge herstellen - egal, ob 120ml-Impulsbecher, 1,5l-Vorratsbecher oder der klassische 500ml-Becher, wie ihn viele hochwertigere Industrie-Vertreter verwenden.

Mehr über das Thema „Becherproduktion“ findet Ihr hier in unserem Blogbeitrag speziell zu diesem Thema.

Als Letztes gilt es noch, die gesetzlichen Kennzeichnungsverordnungen einzuhalten: Inhaltsstoffe, Nährwerte, Allergene und MHD. Aber auch das lässt sich lösen - wenn nötig helfen wir gerne dabei.

Nun gilt es also, das Eis auch an die Kunden zu bringen - und auch dafür gibt es mehrere Möglichkeiten.

Abfüllen des Eisbecher
Das Abfüllen von Portionsbechern geht mit einer Abfüllanlage ganz einfach

Die verschiedenen Absatzkanäle für abgefülltes Eis

Der einfachste, naheliegendste Weg, den Kunden Ihr Eis für zu Hause anzubieten, ist der Verkauf von portionsweise verpacktem Eis über die eigene Eisdiele: einfach einen zusätzlichen Tiefkühlturm oder -truhe in den Laden stellen, und abgepacktes Eis zum Mitnehmen verkaufen. Das ist schnell und einfach umzusetzen - allerdings müssen die Kunden immer noch ins Eiscafé zu Euch kommen. Ihr verkauft also weiterhin "nur" an Eure normalen bzw. Stammkunden.

Möchtet Ihr einen neuen Kundenkreis gewinnen, gibt es mehrere Möglichkeiten.

Zum einen den klassischen Weg über den Lebensmitteleinzelhandel (LEH).

Bei den großen LEH-Marken deutschlandweit gelistet zu werden ist vermutlich - zumindest im ersten Schritt - kaum eine Option, denn das bedeutet bundesweit liefern zu können und wollen. Allerdings laufen viele LEH-Ketten über regionale Franchise-Nehmer - und diese nehmen zunehmend gerne regionale Produkte mit auf. Ein attraktiver Absatzweg, aber macht Euch auf einen harten Konkurrenzkampf, hohe Anforderungen an Kennzeichnungen usw. und vergleichsweise niedrige Margen gefasst. Denn schließlich möchte auch der LEH etwas an den Produkten verdienen, und der Kampf um die begrenzten Plätze in den Tiefkühltruhen ist hart.

Eine zweiter, nicht zu unterschätzender Absatzweg sind die immer häufiger anzutreffenden Hofläden und Regionalvermarkter - denn schließlich trefft Ihr hier schon genau „Eure“ Kunden: Leute, denen regionale, handwerkliche Lebensmittel lieber sind als anonyme Industrieprodukte.

Und eine letzte Möglichkeit, die Ihr vielleicht gar nicht „auf dem Schirm“ hattet, die aber äußerst interessant sein kann: Der Vertrieb über selbst betriebene Vending-Automaten.

Eisautomat
Ein "Resi & Franz" Selbstbedienungs-Eisautomat

Vertrieb über Vending-Automaten - am Beispiel „Resi & Franz“

Am Beispiel der Firma „Resi & Franz“ aus Niederbayern sieht man, wie man ein solches Automaten-Konzept erfolgreich umsetzen kann.

„Resi & Franz“ betreiben keine Eisdiele, sondern verkaufen ihr Eis ausschließlich über Hofläden und Automaten. Die Grundidee ist, überall dort, wo es keine Eisdiele gibt, den Kunden eine regionale und frische Alternative zum Industrieeis anzubieten. So kam übrigens auch der Name zustande: Aus “REgional & FRisch” wurde “REsi & FRanz” (man beachte die Anfangsbuchstaben).

Die Eisautomaten werden mit sieben verschiedenen, teilweise wechselnden Sorten und Bechern in zwei Größen bestückt: die 120ml-Impulsportion (mit einem kompostierbaren Löffel direkt im Deckel kann das Eis sofort verzehrt werden) und die 500ml-Vorratsportion zum mit-nach-Hause-nehmen. Zusätzlich wurde in einen schicken, modern-bayrischen Markenauftritt samt professionellem Social-Media-Auftritt und einen ansprechende, attraktive Gestaltung von Bechern und Automaten investiert.

Die Automaten stehen konsequent und ausschließlich dort, wo es keine Eiscafés gibt: In Gemeinden mit meist um die 2.000-3.000 Einwohner, oft auf dem Dorf- oder Marktplatz.

Für eine klassische Eisdiele wären diese Standorte zu klein und der erzielbare Tagesumsatz zu niedrig, für einen Automaten sind sie aber genau richtig, denn schließlich ist die Investition überschaubar, die Miete gering und Personalkosten gibt es keine - nur aufgefüllt müssen die Automaten regelmäßig werden. Und sollte ein Standort einmal nicht funktionieren, so kann man den Automaten vom Netz nehmen und an einen anderen Standort bringen. Bei einem Eiscafé geht das natürlich nicht.

Und das Konzept geht auf: Während die Suche nach den passenden Standorten für "Resi & Franz" anfangs gar nicht so einfach war (denn schließlich konnten sich die wenigsten etwas unter einem „Eisautomaten“ vorstellen), fragen inzwischen viele Gemeinden direkt bei „Resi & Franz“ an, ob man denn nicht einen Automaten am Dorfplatz aufstellen könnte „um das Dorfleben zu bereichern“.

Eine zufriedene Kundin
Das Konzept der Eisautomaten funktioniert

Neue Wege gehen - und wir helfen Euch!

Ihr seht also: Der Hauptwettbewerb sind nicht die anderen Eisdielen - der Hauptwettbewerb ist die Industrie!

Und mit etwas Mut, Kreativität und neuen Ideen lässt sich hier ein komplett neuer Absatzmarkt erschließen.

Wenn Ihr ebenfalls Interesse an neuen Wegen habt: Kontaktiert uns! Wir helfen Euch gerne, Euer Vorhaben in die Tat umzusetzen.

 

Eure Krä Eistechnik

Ihr Ansprechpartner

Maximilian Krä - Geschäftsleitung - Krä Eistechnik
Maximilian Krä
Geschäftsführer
Telefon: 09421-9961-0
Mail: maximilian.krae@alois-krae.de

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